Kapitel 12
E
PILOG
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1. VORWORT

2. EINFÜHRUNG

3. MEINE JUGEND
Der Anfang
Die Schule

Arzt für Naturheilverfahren

4. AN JENER SEITE
Die Große Erfahrungen/Zehn Jahre ununterbrochener Glückseligkeit
Prophezeihung
Ein Traum
Die GralsVision
Die Drei-Einheit
Appendix
Meine innere Frau
Und dann.....Tantra
Der Meister
OFFENBARUNG DER GROßEN MUTTER
DAS ABSOLUTE NICHTS
DAS GROßE LICHT
DAS GROßE STERBEN/DIE UNTERWELT
Kommentar
Fortsetzung
Die Ultime Sutra
Fortsetzung
Amsterdam, August 1980
Tanzen
Kundalini
Stille Kraft
Nächst
Nichts Ist/Der Zyklus vollendet

5. DIE ULTIME SUTRA

6. DUNKLE NACHT DER SEELE
Persönliche Integration: fünfzehn Jahre ab- und aufwärts
Verlassenheit
Selbstbezogenheit
Neid/Eifersüchtige Monologe
Der Widersacher
Läuterung
Identität
Kennemerduinen 1990
Japan und HongKong
MeiMei

Heimsuchungen/Entwischt aus der Hölle der Zukunft
Brasilien
Letzte Erprobung

7. DAS HEILIGE TAL
("Talpredigt")
Der Abstieg
Die Tiefe
Die Rückkehr

8. MEIN LEBENSMYTHOS
Zurückblickend
Mitgefühl
Erneuerung
Schönheit

9. HEALING THE PLANET
Anzufangen bei Dirselbst
Wehklage
Der Universelle Weg
Souverän leben
Die 7 Schritte

10. DIE GROßE MUTTER
(Wieder)Entdeckung
Teresa von Avila
Ein Wunder/PilgerHilfe
Anerkennung

11. KEHR UM
Große Mutter Hymne

12. EPILOG
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"Bewertung"
Das Grüne Gras

ÜBER DIESES BUCH

 

 

Der Irrsinn der Spiritualität und Religion ist, das, was für Gott angesehen wird, letzten Endes ebenso ‘unwirklich’ ist, wie die illusorische Welt der sichtbaren Dinge. Damit meine ich nicht nur den Begriff ‘Gott’, geformt durch den Verstand, wie die Kirchen seit ewigen Zeiten kultiviert haben; sondern ich spreche vom Letztendlichen, der Wirklichkeit-Selbst als mystische Erfahrung und Realisation. Wenn diese Erfahrung auch alles Relative, das wir kennen, übersteigt, ist auch Dieses-Selbst Nicht-Letztendlich. Die Art Dieses Relativen ist nicht, dass sie vorbeigeht, sowie die unaufhörliche Flut unserer Gedanken, Emotionen und Verlangen, doch sie ist die vollkommene Durchsichtigkeit, Transparenz und das Nicht-Seiende Sein (oder Seiende Nicht-Sein). Wird die Erfahrung anfangs noch gekennzeichnet durch die strahlende Lichtsubstanz des Göttlichen, in der letztendlichen Realisation ist jedes Licht, alle Substanz total abwesend. Diese vollkommene Transparenz ist der 'höchste' Zustand, der in diesem Leben realisiert werden kann. Das ich löst sich auf im Licht (nicht-ich, Sein), das Licht in Transparenz (pures Sein), während die Transparenz im Absoluten Nichts (Nicht-Sein) entschwindet*. Das Letztendliche ist also die 'Schwarze Öffnung', die Düsternis, das Grosse Vakuum, die 'Ewige Mutter', die Bodenlosigkeit der Existenz, in der alles im selben Moment hervorkommt und zurückkehrt. Der Unzustand, in dem alles ausgelöscht ist. Hinsichtlich Letzteres ist jedes 'vorhergehende Stadium' also relativ, doch gleichzeitig auch vollkommen in SichSelbst. 'Gott' besteht also wirklich, doch Er (Es) ist nicht die Letzte Wirklichkeit. Identifiziert man sich also mit der Erleuchtung, ist man in einem "Zwischenstadium" steckengeblieben.

* Weil die göttliche Lichtsubstanz sich letztendlich auflöst in das Nichts, kann man sich an Nichts mehr festklammern. Welche sind also näher zu der Wahrheit: Gläubigen oder Atheisten? Religion - die Identifikation mit Vorstellungen, Bildern, Überzeugungen - ist also der Versuch zu verhindern, daß man zu der Wahrheit gelangen kann (negativer Aspekt).....Sie kümmert sich um all diejenigen, die die Konfrontation mit dem Nichts nicht überstehen würden (positiver Aspekt)..... 

In Wirklichkeit ist das Leben diskontinuierlich, es 'springt' von einer Wirklichkeit in die andere. Willst Du Das Ganze Leben Leben, halte Dich dann nicht fest an einer dieser Wirklichkeiten - wie Vollkommen sie in SichSelbst auch zu scheinen mag - sondern lebe Dein Leben Wie Es Ist (oder Nicht-Ist), sowie es Sich (in Dir) offenbart. Die "Düsternis ist Dir dann (zum Beispiel) leuchtend genug" (Johannes vom Kreuz). Die vertikale Dimension, das Hier und Jetzt, leben im Moment ist dabei die (einzige) Öffnung. Das ist 'das Tor zum Himmel'. Es ist verbunden mit johlendem Gelächter, denn jede Identität, auch die der strahlenden Göttlichkeit ist Darin verschwunden. Letztendlich ist es die Große Mutter als die Ultime Bodenlosigkeit, in der alles, ohne Ausnahme, verschwindet und aufs Neue geboren wird. Gibst Du Dich Ihr hin, dann bist Du selber Nichts und es befindet sich nichts mehr zwischen diesem Zustand - Deines Echten Wahren Selbstes - und den Dingen um Dich herum. Alles befindet sich im Nichts, es ist inklusiv. "Bist Du Nichts, bist Du alles". Die höchste Stufe der Verwirklichung ist darum ein inklusives Bewußtsein: 'Es Ist Sowie Es Ist', das Leben leben, ohne selbst etwas daran hinzufügen zu wollen. Selbst der Wunsch, 'bewusst sein zu wollen oder im Moment leben zu wollen', ist schon künstlich. Du legst Dir selber etwas auf. Das (tägliche) Leben hingegen ist wie eine Blume. Am frühen Morgen öffnet sie sich, am Abend schliesst sie sich wieder. Sie ist ein mit dem Leben.

Dies ist der Paradox: gerade, weil Du über alle Maßen frei bist, lebst Du Dein Leben nicht nur Sowie Es Ist, doch kannst Du Dich auch mit allem verbinden. Da das Selbst das Selbst ist von All-Was-Lebt, steht DeinSelbst gleich mit Verbundenheit. Ohne jegliche Ausnahme. Genau wie zu der Zeit, bevor Du an Deinen 'innerlichen' Weg angefangen hast, ist alles transparent; das Tägliche ist das Einzige was da ist. Mit einem Unterschied: Alles ist ganz 'normal', auf keinerlei Weise anders oder 'transformiert' - alles ist sowie es ist - doch das ganz Normale hat auf äußerst subtile Weise einen zusätzlichen Wert, Qualität bekommen: das Gras ist grüner! Es ist 'Dein' Bewusstseinszustand, Deine klardurchlässige Helligkeit, die alles neu macht. Man kann es vergleichen mit dem Zustand, wenn man ganz einfach Wach ist. Dieser Zustand ist die Ursprüngliche Wahre Natur von allem-was lebt: Menschen, Tiere, Pflanzen, die Erde und der ganze Kosmos. Während die Natur sich ständig in diesem Zustand befindet, ohne sich davon bewusst zu sein, können Menschen ihre Wahre Natur verwirklichen. Unzählige Menschen, 'einfache' und Heilige, Narren und Weise, Frauen und Männer haben andauernd und ununterbrochen die verschiedenen Qualitäten der Realisation erfahren. Es ist nicht allein in Potenz, doch auch in Seiner Verwirklichung das Spirituelle Erbe der ganzen Menschheit, seit allen Zeiten, in allen Kulturen. Niemand kann darum das 'Patent' (ich bin der Einzige, der Erste, der Grösste) erfordern. Derjenige, der es sich doch erlaubt, wie eindrucksvoll sein realisierter Staat auch sein mag, der macht sich vor den Augen der Wirklichkeit unglaublich lächerlich.

Gipfelpunkt der Erleuchtung: Alles ist sowie es ist, ohne Ausnahme

Jeder wird geboren als gleichzeitig göttlich und als "gewöhnlich". Jedes Lebewesen ist ein Kind von 'Himmel und Erden', eine irdische Offenbarung der unterliegenden Unkenntlichen Wahrheit. Wir leben alle im Schoß des Letztendlichen. Also, nur weil Du Erleuchtet bist, bin ich es auch. Wir alle haben, ausnahmslos, Teil an der Ewigkeit. Wenn Du das einmal erfahren hast, lebst Du nicht mehr "für Dichselber". Als Teil des Ganzen, ja das Ganze Selbst, hast Du eine neue Abstammung bekommen. In meinem Fall: Kind der Großen Mutter. Hervorgekommen sein ist gleich gesandt-worden-sein. Die Erkennung hiervon ist abhängig von Deinem Bewusstsein: bist Du mit Dirselber (Deinem kleinen ich) identifiziert, dann bist Du hier nur für Dichselbst (zum Beispiel um 'glücklich zu sein/werden'). Als Gesandter hast Du jedoch eine Mission zugunsten der Ganzheit zu erfüllen.

Da das Ego, selbst nach der meist vollendeten Erleuchtung, früher oder später, zurückkommt*, ist die Gefahr groß, dass es sich aufs Neue identifiziert. Stehst Du im Dienste der Spiritualität, oder steht die Spiritualität im Dienste von Dir, das ist die Frage. Dadurch, dass Du die Große Öffnung erfahren hast, kannst Du ausserdem mit heftigen, unverarbeiteten (archetypischen), emotionellen Komplexen aus dem kollektiven Bewusstsein konfrontiert werden. Licht schlägt dann plötzlich um in Dunkelheit. Dies wird in der Tradition 'Die Dunkle Nacht der Seele', genannt. Bei mir hat sie mehr als fünfzehn Jahre gedauert..... Das unterstreicht die Dringlichkeit der zusätzlichen Integration (Therapie). Unterlässt man es, dann könnte es sein, das diese negativen Komplexe in dem Rest des Lebens zu dominieren versuchen. Der "hl" Augustin ist ein hervorragendes Beispiel. Obwhohl er die Erleuchtung erfahren hatte, versäumte er an seine Persönlichkeit zu arbeiten. Von der Purheit der Selbstes hängt es jedoch ab, ob eine Botschaft unverzerrt in die Welt kommt. Das war bei ihm leider nicht der Fall. Seine verschiedene Obsessionen haben dazu beigetragen, daß die "christliche Botschaft" unendlich viel Elend verursacht hat. Wenn Therapie nicht ausreicht, ist oft die einzige Hilfe, dass Du erkennst, dass Du es selber nicht 'lösen' kannst. Es zwingt Dich gewissermaßen zu erkennen, dass Du selbst - trotz deiner Erleuchtung - kein Gott spielen kannst. Es hat sich also herausgestellt, dass auch Erleuchtete Erlösung brauchen. Darum bin ich so unendlich dankbar und begnadigt, dass ich im Moment der größten Krise, die Mutter entdecken durfte. Nicht die Selbstrealisation, sondern Hingabe, erwies sich im Endeffekt als Befreiung.

* Eine Tatsache die oft verneint wird...

Niemand jedoch bestimmt selber (wie so manche bewähren), um 'als Mensch geboren zu werden', da selbst die Unkenntliche Tiefe nicht wählt, ja, nicht einmal wählen kann. In der Letztendlichen Vergessenheit gibt es überhaupt kein individuelles Selbst, jede Identität ist darin aufgelöst. Beide - die Auflösung und das nicht wählen können - kannst Du jetzt und hier erfahren, in Meditation zum Beispiel. Durch vollkommene Ruhe und Frieden des wahren Selbst - lediglich der erste Schritt in Richtung Realisation - fällt auf diesem 'niedrigen' Niveau das Vermögen zum Wählen schon weg. Das Selbst - in dem die Identität deines kleinen Ichs aufgelöst ist! - ist nicht nur unfähig zu wählen (daher der Spruch: "Ich hatte keine andere Wahl"), doch auch dasjenige, wofür (Objekte in Deinem Geist) man hätte wählen können, erweist sich als verschwunden. In der Ewigkeit ist alle Identität ausgelöscht, Du bist ein mit dem Einen. Krishnamurti bezeichnet die "Choiceless Awareness" dann auch als das Kennzeichen eines erwachenden Geistes. Folgerung: wenn das Letztendliche schon nicht "entschieden" hat, Dich geboren werden zu lassen, bist Du es sicherlich nicht selber gewesen, der dies bewirken lassen kann. Der beste 'Beweis', dass Du hier nicht aus "freier Wahl", sondern durch 'purem Zufall' - also nicht durch "persönliche Intervention"*, sondern auf äusserst natürliche Weise - Geburt aus dem Nichts - (Dein Leben als Geschenk) hier auf Erden gekommen bist, ist doch wohl die Unschuld, mit der Du als Baby geboren wirst. Ohne jede Absicht (...). Es ist die Essenz der Rührung, die man für ein Neugeborenes fühlt. Wenn Du nach eigener Wahl geboren wärest, würde durch Deine Absichten sicher keine Unschuld in Dir wohnen.

* Dies also im Gegensatz zu bestimmten "Karma" Theorien, die sagen, daß Du es "selber" bist, der entscheidet um "aufs Neue" geboren zu werden.

Werde, Was Du Bist: inkarnierte Ewigkeit

Immerzu jubelt es in mir: Ich Weiß! Das ist der Triumph inhärent des Erleuchtet-Sein. Ich habe das Leben in all seinen Dimensionen ergründet. Es kommt aus dem Absolutem Nichts, dem Unkenntliche, dort wo Sich Nichts mehr Befindet, dem Mysteriums des Lebens. Durch die Hingabe an die Mutter, schenkt Sie mir Ihren göttlichen Lichtkörper. Ein Grund für stetige Dankbarkeit, Verwunderung und Freude. Durch Sie vertrete Ich das Wesentliche in seiner meist puren Form, so sehr, dass Ich und die Ganzheit Ein sind. Vom allerersten Moment an, dass ich mich dem Letztendlichen 'erinnere' - bewusst werde - aktualisiert Es Sich. Ich habe mein Atem holen nicht mehr nötig, um atmen zu können. Unglaubliche Freude nimmt immer wieder Besitz von mir. Die Subtilität, die Frische und die Klarheit sind nicht zu beschreiben. Es ist nicht von mir, daher will ich Es mit allem und allen teilen. Doch wie viele haben in den 33 Jahren wirkliche Offenheit gezeigt? Weil niemand Es empfangen wollte, wurde ich notgedrungen auf michselbst zurückgeworfen. Dadurch konnte ich zum ersten Mal akzeptieren, dass ich dies alles empfangen durfte, dass dies ein persönliches Geschenk war. Es war immer 'unpersönlich' gewesen - was natürlich auch so ist - nicht etwas, dass ich besaß oder besitzen durfte. Das hatte sicher auch mit meinem 'Unvermögen zu empfangen' zu tun. Der Paradox: erst, nachdem ich mirselber gebührte, mich zu freuen über das Geschenk - dass offenbar ganz für mich allein bestimmt war - war meine Dankbarkeit dementsprechend. Unvorstellbar, dass mir so etwas geschehen konnte. Dadurch ist mein Leben ein grosses Loblied (an die Große Mutter) geworden.

Der Sinn der Erleuchtung: Wiedergeburt in die Welt

"Bewertung"

Der Grund, eine spirituelle Autobiographie zu schreiben? Ich habe das bei mirselbst untersucht und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass der wichtigste Grund wohl das tiefverwurzelte Bewusstsein ist, dass meine Einsichten und Erfahrungen nicht von mir sind. Wie kann ich das am besten verdeutlichen? Nehmen wir die Erfahrung Selbst. Die Essenz davon ist für jeden immer gleich, dass, wenn Es da ist, Du nicht mehr da bist. In der Unendlichen Zeitlosigkeit ist die ganze persönliche Identität zerronnen, es gibt kein begrenztes ich oder selbst mehr. Es ist ganz einfach niemand da, um die Erfahrung zu erfassen. Anstelle, dass die Erfahrung in Dir stattfindet, wirst Du aufgenommen in der Erfahrung. Die Erfahrung ist also nicht etwas, dass von Dir ist....., im Gegenteil, Du gehörst der Erfahrung an. Doch nicht nur Du und ich, sondern alles ist Teil des Göttlichen, alles und alle ist/sind darin aufgenommen, ob Du es nun erfahren hast oder nicht. Das Unendlich Zeitlose ist die Essenz allen Daseins. Es ist der Urgrund, aus dem alles hervorkommt. Alles was besteht, ist darum ein Teil davon. Darum auch ist es unmöglich, um Es als ein Teil von Dir persönlich zu sehen. Es ist umgekehrt: Du bist Teil des Ganzen, wie auch alles andere, das ist. Darum: wenn die Einheit Sich an jemanden offenbart hat, offenbart Es Sich an alle. Alles und alle sind in der Einheit einbegriffen. Daher mein innerlich gefühlter Drang, Es teilen zu müssen, Es nach allen ausströmen lassen zu wollen. Ich kann es also nicht vor mir halten.

Ich kann es also nicht genug benachdrucken, dass dieser Glückselige Zustand jedem zu Teil werden kann. Eigentlich ist Es ununterbrochen in alles und allen anwesend. Ohne es zu wissen, hast Du also schon immer teilgehabt am Ganzen. Wo es wirklich um geht, ist schon da; das ist ja auch nicht das Problem. Das Problem liegt mehr darin, dass Du Dich bewusst für diesen Zustand öffnest. Weil Du darin eingebettest bist und es Dir somit näher ist als Deine eigene Haut, geht es darum, dass Du Dir davon bewusst wirst. Das ist doch unglaublich hoffnungsvoll. Weil Es auch nicht Etwas ist, dass ausschliesslich an einige bevorzugte Einzelwesen vorbehalten ist. Im Gegenteil, die Erfahrung ist das meist Wesentliche eines jeden von uns. Es ist unser aller Erbgut. Auch war es nicht vorbehalten an einige historische Figuren, Personen, die danach leider auf solche hohen Sockel gesetzt wurden, woraufhin ganze Generationen dadurch betört worden sind, dass sie vergaßen, Es in sichselbst zu verwirklichen. Offenbarung findet hingegen andauernd statt. Ein jeder, ohne Ausnahme, kann diese Gnade empfangen. Es wird also Zeit, dass wir selber die Träger von Erneuerung werden. Unser kritischer Zeitabschnitt schmachtet danach.

Ja, sagen einige, aber wie fühlst Du dich so tagtäglich? Antwort: normal. Alles ist, wie es ist. Das Leben - die Einheit - ist ein Loblied an die Vielfältigkeit. Das Ultime ist so transparent, dass es keinen Unterschied gibt zwischen Das und dem täglichen Leben. Die letzte Verwirklichung ist die Rückkehr ins alltägliche Leben: 'to the Marketplace'. Schliesslich ist der Baum wieder ein Baum. Beansprucht jemand also noch ein bestimmtes 'Niveau', dann ist er oder sie im Prozeß stecken geblieben. Es widerspricht der Essenz des spirituellen Weges: nämlich dass das Letztendliche so transparent ist, dass Es letztendlich keine 'eigene Substanz' mehr hat. Die Letztendliche Realisation ist, dass nichts mehr zwischen 'Dir' und der sichtbaren Wirklichkeit liegt. Alles erweist sich als 'ein grosser Witz'. Nach Deinem göttlichen Flug bist Du wieder auf allen vier Pfoten gelandet. Was davon 'übriggeblieben' ist, ist so subtil, dass kaum eine Menschenseele etwas davon bemerkt. Daher sagt man in manchen Traditionen: "Der Wahre hinterlässt keine Spuren". Er oder sie sitzt neben Dir im Bus, und Du siehst, beziehungsweise fühlst Es nicht. Bedenke also, dass jeder Mensch ein Buddha sein kann (ist).

In meinem Herz wohnt immer ein Lächeln. Wenn ich auf dem Fahrrad sitze, lache ich oft laut auf. Das tägliche Leben ist total beseelt und erfüllend; ich brauche nichts um glücklich zu sein. Alles lasse ich in mirselbst zu, ohne jeden Unterschied. Manchmal die meist einfältigen Dinge. Ich unterscheide kein 'positiv' oder 'negativ'. Alles ist bewusst in meinem eigenen Spielraum. Niemals habe ich versucht, einen bestimmten Bewusstseinszustand zu forcieren. Ich lache um meine eigenen Torheiten. Ich bin dankbar für alles, was geschieht, mit nimmer ablassender Verwunderung über die Dinge, die ich schon kenne; jeder Schritt ist der Erste. Scheint die Sonne: fantastisch, regnet es: ebenso gut. Die helle Anwesenheit verzaubert alles in Schönheit. MichSelbst in Verbundenheit: alles in ein und demselben Raum, mir bewusst davon, dass Ich Bin, fühle ich mich frisch und ewig neu, unbefangen und urteilslos, befreit und alles einschliessend. Jeden Tag arbeite ich an meinem Auftrag; ruhend in dem Einen komme ich nirgendwo her und gehe ich nirgendwo hin. Ich verkehre immerzu in Freude um nichts. Ich stelle keine Ansprüche an das Leben, bin der Großen Mutter dankbar für alle kleine Dinge, liebe alles ohne Unterschied: die Amsel im Gras, die Mutter mit ihren Kindern, den Gemüsehändler, der seine Waren anpreist, die fallenden Blätter im Park, die gepiercte junge Frau. Ich sehe den Zusammenhang der Dinge und frage um Vergebung für jedes kleinste Vergehen.....

Teilen ist meine Leidenschaft. Dich in Deinem Herzen anzusprechen, so dass der Funke überspringen kann. Du weisst, dass wir alle an einem Wendepunkt stehen. Wir stehen mit dem Rücken gegen die Mauer. Alle bekannten Wege sind ausprobiert und helfen nicht mehr. Nur ein Sprung in eine andere Dimension kan uns retten. Ich bin hier um Dir dabei die Hand zu reichen. Meine Arbeit ist ein Wegweiser, der Dich behütet und treffsicher aus dem Labyrinth führen kann. Darum rufe ich das "Erwachet"! nach jedem, der es hören will. Mein Streben dient der Ganzheit. In solchen Augenblicken werde ich geradewegs an meine Vision erinnert. Diese Vision hilft mir, zu sehen, wo es in diesem Leben letztendlich wirklich drum geht: "Erwachet!, strukturiere Dein Leben um, und diene dem Anderen". Es hält mir vor, alles aus zu schenken, ohne Vorbehalt, ohne etwas damit zu wollen, ohne eine selbst bedachte Zielsetzung, ohne etwas erreichen zu wollen. Darum wiederhole ich hier, nicht an letzter Stelle für michselbst, dass alles was ich geschrieben habe nur Darreichungen sind. Es sitzt keine andere Absicht dahinter, als eben nur selbstlos teilen zu wollen. Das ist für mich die allergrösste Freude. Es anzunehmen, liegt ganz allein bei Dir selbst. Doch das Hier und Jetzt ist immer der geeigneste Moment. Und: "Erwachen ist das Einfachste, was es gibt".

Das Grüne Gras

Wenn ich nun so um mich herum schaue, das frische grüne Gras zu meinen Füßen, die Büschel Reisig, die vor kurzem gekappt wurden, das stille klare Wasser in der Abendsonne, von soviel Schönheit verstumme ich. Alles atmet eine einfache Anwesenheit die überwältigend ist. Ich bin so offen für die Stille, die Luft, das Wasser und dem lebhaften Vogelkonzert. Atemlos schaue ich nach einer Eule, die geräuschlos aus dem Nichts vorbeifliegt, schwingend über dem Schilfgürtel. Vor mir Schwärme Mücken, die sich turmhoch, wimmelnd über den Büscheln und dem Wasser drängen. Und dahinter der aufkommende Nebel über den Gräben, die Kühe nur teilweise sichtbar. Alles atmet so eine Frische, eine Klarheit, eine Anwesenheit, die alles durchdringt.

Dieses Land ist von einer unsagbaren Schönheit, dass es kaum zu fassen ist. Ich sitze hier auf meinem Boot und schaue nach der untergehenden Sonne. Ein Meisterwerk, dass, so wie jetzt, einzigartig und in derselben Form nie mehr wiederholt werden wird. Der goldene Abglanz kommt ganz bis an das Boot heran. Es ist schon spät, 22 uur, und obwohl früh im Jahr, ist es angenehm, um draussen zu sein. Eine Ente fragt schon einige Zeit um meine Aufmerksamkeit, sie meckert und schwimmt bleibend in kleinen Kreisen herum. Ich rede ihr zu, gebe ihr etwas Brot, sie schliesst ab und zu vertraulich ihre Augen und kwakt weiter. Das Leben, so begreife ich hier, ist so reich und voll; ich fühle und weiß, dass ich Teil hiervon bin, ich bin es selbst. Es ist eine Quelle, die andauernd überläuft. Niemals kann ich hierfür dankbar genug sein.

nun lauf ich durch die Straße
ungeschleiert
alles hat etwas mehr und
ich habe etwas weniger

das mehr
dass alles schon hatte
das wenige
dass ich nie besaß

die innere Leere die
von Angesicht zu Angesicht
das Auge der Welt
aufleuchten läßt

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Last update:09/12/07