| Kapitel 8 MEIN LEBENSMYTHOS |
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| 1. VORWORT 2. EINFÜHRUNG 3. MEINE
JUGEND 4. AN
JENER SEITE 6. DUNKLE
NACHT DER SEELE ("Talpredigt") Der Abstieg Die Tiefe Die Rückkehr 8. MEIN LEBENSMYTHOS Zurückblickend Mitgefühl Erneuerung Schönheit 9. HEALING THE PLANET 10. DIE
GROßE MUTTER 11. KEHR UM 12. EPILOG |
Zurückblickend
Zurückblickend, sind mir die Hauptlinien meiner Entwicklung deutlich geworden. In den ersten zwei Kinderjahren lebte ich im Paradies. Daraufhin folgte die für mich äusserst peinliche Erfahrung der 'Ablehnung'. In meiner Erfahrung war ich nämlich von einem Tag auf den anderen - direkt nach der Geburt meines Bruders - nicht mehr geliebt oder gesehen, ich fühlte mich total verlassen und meinem Schicksal überlassen. Von dem Moment an musste ich es alleine schaffen. Mein tiefliegender Minderwertigkeitskomplex - durch chronischen Mangel an Bestätigung war ich ein Niemand geworden - wurde beschönigt durch ein Idealbild von mirselbst, woran ich mich festklammerte. Mein Leben war ein grosser Versuch, jemand zu sein. Ohne es zu bemerken, wurde das Selbstbild zu einer Droge. Zutiefst peinlich muss ich eingestehen, dass, trotz der späteren glückseligen zehn Jahre - in denen die Glückseligkeit existierte im Nicht-Sein! - ich mich aufs Neue identifizierte. Auch die Läuterung der Dunklen Nacht der Seele hatte daran nichts ändern können. Und zwar mit meinem spirituellen Selbstbild: meiner Verwirklichung, meines Lehrer-sein und meiner Mission "die Welt zu verändern". Diese Selbstgefälligkeit, entstanden aus dem kindlichen Minderwertigkeitskomplex, erwies sich als das letzte Hindernis auf dem Weg zur völligen Hingabe. Die Erschöpfung als Folge des Nachjagens meiner Selbstsucht, zwang mich jedoch immer wieder auf die Knie. Nachdem ich mich endlich mit meinem Niemand-sein versöhnt habe, ist eine wunderbare Ruhe und Frieden in mich gekehrt. Nichts kann mich mehr vom Wesentlichen abbringen. Dass ich immerzu mit leeren Händen stehen möge, ist mein wichtigstes Gebet geworden. Begreifen zu müssen, ein Leben lang im Bann meiner eigenen Mythos gewesen zu sein, ist keine erfreuliche Entdeckung. Du hast das Gefühl, dass Du Dein Leben vergeudet hast, dass vieles umsonst war, oder, schlimmer noch, dass Du mit Don Quichote nur gegen Deine eigenen Halluzinationen gekämpft hast. Dann kommt die Versuchung, 'die ganze Sache' endlich einmal gründlich aufzuräumen. Glücklichweise war ich in der Lage, alles seine Zeit zu geben. Unverarbeitete Teile bekommen, vom ersten Augenblick, dass sie integriert sind, eine Funktion in Bezug aufs Ganze. Zum Beispiel, durch meine Eitelkeit - meine Ambition, immer Nummer Eins sein zu wollen - nicht mehr vor mich zuhalten, sondern 'an die Große Mutter zu übertragen'; ebenso meine Wut, die - erheblich transformiert - nun im Dienst stehen vom Abbruch lebensfeindlicher Muster und Strukturen. Immer noch bin ich dankbar, dass ich mich damals für Selbst-Bejahung entschieden habe, anstatt zu versuchen meine "Probleme zu lösen". Dahinter steckt meistens Nicht-Akzeptanz und verhindert so die Integration. Ein gewisser Masochismus war in dieser Hinsicht behilflich um 'in meinem Schmerz zu bleiben', an Stelle ihn zu eliminieren. Dadurch gab ich mirselbst den Spielraum, bewusst zu werden, ihn zu erleben und zu integrieren. Nach und nach fügten alle Teile sich hierdurch dem Ganzen. Das Modell, sich seiner Blockaden zu entledigen, um dadurch glücklicher zu werden, hat mir eigentlich nie so richtig zugesagt. Man kann etwas erst dann loslassen, wenn man es erst zugelassen hat. Tiefe Einsicht in die Ursache und dem Zusammenhang des Leidens war dabei eine wichtige Bedingung, der erste Schritt auf einem langen Weg. Ohne die Arbeit der 'Zeit', in der alles 'bis in alle Ewigkeit' wiederkäut wird, wäre es nicht möglich gewesen. Es war Mut nötig, um immer wieder 'denselben' Schmerz, Wut und Angst durch mich hindurch gehen zu lassen: das andauernde fühlende Gewahrsein, Zulassen und Annehmen, das 'Häßliche' in mirselbst lieb zu haben, zu umarmen und anzuerkennen, und schliesslich 'vor der Mutter' zu bekennen, ohne Vorbehalt und Zurückhaltung. Aus der tiefen Verzweiflung heraus, 'dass es nie wieder gut werden wird', gab ich mich fortwährend zurück an Wo-Ich-Herkomme und entdeckte(wieder) so den Beziehungsaspekt mit dem Letztendlichen, was sich letzten Endes offenbarte als die Große Mutter*: das Gebet, das 'nicht mein Wille, sondern Ihre Wille geschehe' und das flüstern Ihres Namens. Ich suchte ununterbrochen Antwort auf meine tiefsten Verlangen, um für immer Teil des Ganzen, ein Instrument ' in Ihrer Hand' zu sein. * Sieh Kapitel 10. Noch entscheidender war die öffentliche Erkennung davon, was andere Menschen durch mein Zutun haben durchmachen müssen, ohne dass sie darum gefragt haben, mein peinlich gefühltes Bedauern auszudrücken gegenüber all den lieben Menschen, die am meisten unter mir gelitten hatten, mein Mitgefühl zu teilen, wissen zu lassen, dass ich fühle, was sie empfunden haben. Dieses Aussprechen von Angesicht zu Angesicht, das Teilhaben des gemeinsamen Schmerzes und die Frage um Vergebung war für mich das grösste Hindernis gewesen. Die Beziehung zu meiner Mutter stand dabei zentral. Wie lange hatte es nicht gedauert? Ein Menschenleben. Und wie 'einfach' war es, wie ich ihr dann schliesslich gegenüber saß! Wie lange hatte ich geweigert, ihr zu vergeben für all die Zeit, dass sie mich nicht akzeptieren wollte wie ich war. Der Schmerz, den ich dadurch aufbaute, die Wunden, die immer wieder aufgerissen wurden, waren dafür einfach zu gross gewesen. Ich hatte diese Beziehung jedoch vergiftet mit meiner Ohnmacht. Dafür bat ich um Vergebung. Tränen liefen über meine Wangen, nachdem mir meine Mutter sagte, dass sie mich, trotz allem, immer geliebt habe. Und zum ersten Mal bekannte sie ihre eigenen Unzulänglichkeiten mir gegenüber. Soviel Liebe zwischen Geliebten.....wie kann man sich - ohne sich davon bewusst zu sein - davor abschliessen. Mein Lebensmythos: 'Er, der zurückkehrte' - ein Narr, trunken vom Göttlichen, lebend im Hier und Jetzt. Vom 'anderen Ufer' komme ich zu Dir, als jemand, der Dir Dein Erbe zurückbringt. In meiner Verbannung habe ich Das bewahrt, was Du verloren hast, weswegen Du - trotz Deiner unaufhörlichen Jagd nach dem 'Glück' - zutiefst unglücklich bist. Ich bringe Dir, Was in mir überlebt hat, Was jedoch nicht von mir ist. Ich hatte das Vorrecht, dass ich meine Unschuld behalten durfte; jetzt kann ich nicht anders, als dass ich Dir den Weg weise nach derselben Unschuld, Deinem Wahren Selbst. Ich Bin Wahrlich Frei, und kann es nicht mit ansehen, wie Du gefangen sitzt in Deiner selbst geschaffenen Hölle. Nicht ohne Grund habe ich mich nach meiner zehnjährigen Glückseligkeit völlig bewusst dafür entschlossen, wiederzukehren in die Welt der Konflikte und der Relativität. Also weiß ich wie kein andere, was Du fortlaufend ertragen musst. Meine Richtlinie dabei ist die Gralsvision*. Das ist das Geschenk der Großen Mutter. Sie gab es mir am allerersten Beginn meines spirituellen Weges. Wie bereits bekannt, besteht es aus 'Erwachet!, strukturiere (integriere) Dein Leben um, und diene dem anderen'; symbolisiert durch das Johanniskraut, dem Jüdischen (Kanaaitischen) Leuchter (Lebensbaum), und dem sich ausschenkenden Gralskelch. Jedesmal, wenn ich vom Wege ab kam, gab mir die Vision Rückenhalt. Immer wieder war es der Richtungsanweiser für mich. Weil diese Vision transzendenten Charakter hatte, war sie nicht allein für mich bestimmt. Jeder kann sie als Richtlinie annehmen. * Das Wesen des Grals: Initiation des Mannes durch die Frau in die Ganzheit. Wie Du vielleicht weißt, ist der Gral verbunden mit der Parzivallegende. Hiermit ist mein Leben sehr eng verwoben. Nicht nur wegen der damaligen Prophezeiung eines weisen Mannes*, sondern auch sehr konkret. Mein Leben verläuft fast in gleicher Linie. Und dann wage ich es noch, zu quengeln über den Mangel an Führung! Dieser 'heroische' Aspekt meines Daseins muss jedoch immer wieder von neuem aktualisiert werden. Das erfordert Mut, Ausdauer, Vertrauen und Kraft. Die Ausführung meines und Deines Auftrages steht zentral. Dazu muss man mit seiner Bestimmung in Harmonie sein. Bei Parzival geschah dies als erstes durch das Geschenk der Erleuchtung (bei mir war das die Dreifache Realisation). Hierdurch wird man mit einem Schlag auf die Gleise gesetzt, eingeschaltet im 'Göttlichen Plan'. Dies ist jedoch nur der Anfang. Durch die Grosse Öffnung kommen zahllose unverarbeitete, beziehungsweise archetypische Inhalte 'an die Oberfläche'. Du wirst hiermit konfrontiert werden, ob es Dir recht ist oder nicht. Sie symbolisieren die unzählbaren! Abenteuer die Parzival auf seinem Weg begegnete. Die Herausforderungen sind eigentlich Aspekte von ihm selbst, die integriert werden müssen. Nach einer langen Reifezeit wird er dann zum zweiten Mal auf die Gralsburg (Symbol der Erleuchtung) eingeladen. Im Gegensatz zu seinem ersten Besuch, versäumte er dieses Mal nicht, sich nach dem Gesundheitszustand des Königs zu erkundigen. Vollständige Erleuchtung ist synonym mit Barmherzigkeit und Mitgefühl! Erst dann ist das Königreich Dein. * Sieh Kapitel "Meine Jugend" Nun feiere ich meine eigene Biografie. Ich erinnere mich sehr genau daran, wie ich feststellte, 'dass dies nicht mein Zuhause ist'. Damals war der Schmerz so unerträglich, dass ich mich als Zweijähriger 'aus dieser Welt zurückzog'. Es sollte mein ganzes Leben beherrschen. Ich fühlte mich nicht Zuhause bei meiner Familie, nicht in der Schule, auch nicht in meiner eigenen Kultur und letztendlich ..... nicht auf dieser Welt. Es ist anzunehmen, dass dies prädisponierend gewirkt hat in Beziehung auf 'das Erreichen des Anderen Ufers'. Behaupten nicht auch alle Lehrer - vor allem die des dualistischen Typus - dass Du, um 'Erleuchtet zu werden', dass Du dann alles hinter Dir lassen musst; Deine Vergangenheit, Deine Biografie, Deine Identität und Dichselbst. Nun, bis dann hatte ich nichts anderes in meinem Leben getan, als das. Bist Du jedoch einmal angekommen, sollte man genau das gegenüber gestellte tun: nämlich nachträglich das annehmen, was Du hast 'fallen' lassen. Wenn Du Deine Biografie nicht nachträglich bewusst annimmst, wird sie Dich beherrschen. Das ist das Schicksal von Menschen, die (zum Beispiel) oben genannte spirituelle Philosophie anhängen. Nach der 'Realisation', gerade, wenn man denkt, man hat es 'erreicht', beginnt unvermeidlich die Konfrontation mit der Vergangenheit. Das kann einem das 'erleuchtete Leben' ganz schön versauern. Das möchte man natürlich lieber nicht an die Aussenwelt zeigen - denk mal an all die frommen Anhänger, die Du mit soviel Mühe gesammelt hast - man hält es also lieber verborgen. Mir wurde - wenn auch spät - das Vorrecht gegönnt, meine Vergangenheit voll und ganz zu umarmen. Das habe ich hiermit - mit diesem Buch, diesen Enthüllungen - dann auch mit grosser Begeisterung getan. Meine dreifache Rückkehr: Aus dem Licht, aus Dem Tod Mitgefühl Wirkliches Mitgefühl fängt nicht beim andern an, sondern bei Dir selbst. Es beginnt mit dem peinigendem Bewusstsein der eigenen Entfremdung, und das dadurch erzeugte Verlangen nach bzw der Entdeckung von Deiner eigenen Ganzheit. Verfremdung durch die Abgeschnittenheit von Deinem tieferen Selbst und dem Göttlichen, Deinem Körper, der Natur und den unbewussten, beziehungsweise, unterdrückten Teilen Deiner Psyche liegt daran zu Grunde. Je mehr Du diesen Schmerz zulassen kannst und ihn aufs Neue beleben, desto größer wird Dein Verlangen nach Ganzwerdung. Der wichtigste Haken an dieser Sache ist, dass man denkt, man wäre bereits 'sehr spritituell' und Entfremdung mache nicht mehr zu schaffen. Meistens liegt dann die Angst vor dem eigenen Schatten - alle unterdrückten, verurteilten und unwillkommenen 'negativen' Eigenschaften - auf der Lauer. Diese sind schliesslich in Konflikt mit dem 'positiven' Selbstbild. An Dir ist jedoch nichts verkehrt, und eigentlich zu Unrecht wird das ich 'Ego' genannt. Die Selbstbezogenheit ist eine natürliche Funktion zu Diensten des individuellen Überlebens. Dichselbst instandzuhalten und handzuhaben ist ein Aspekt im Leben, den man nicht verleugnen sollte; wofür wir uns nicht schämen sollten. Wenn wir diese Funktion verneinen, meistens aus spirituellen oder philosophischen Gründen, dann beschränken wir uns nicht nur selber, sondern auch andere. Leben in einer selbstkreierten Welt kommt niemandem zugute. Die Verleugnung Deiner vitalen Teile war gerade die Ursache des Leidens. Nicht Verurteilung, sondern Bewusstsein, Akzeptanz und Integration ist darum die Antwort. Ich habe michselber lieb (mein 'Ego'). Wenn ich mein 'Ego' liebe, kommen mir seine Eigenschaften zu Gute. Ausserdem seh' ich dann ein, dass ich nicht mein 'Ego' bin. Wenn ich sage: "Ich habe mein Ego lieb" (also ich liebe meine Selbstbezogenheit, meine unbewusste Identifikation mit Gedanken, Vorstellungen und Verlangen), bin ich hier und mein 'Ego' ist dort. Ich bin derjenige der mein 'Ego' liebevoll umarmen kann. (Versuch es doch auch einmal und übe Dich darin. Bei jeder aufkommenden Emotion stellst Du Dir vor, dass Du sie wie ein kleines Kind umarmst). Das 'Ego' findet es 'herrlich', es wird darum alles tun, um von Deiner Liebe versichert zu bleiben. Durch die Liebe transformiert es sich spontan: es wird mir dienen. Von dem Moment an beherrscht es mich nicht mehr. Dass das 'Ego' mich beherrschte, war übrigens das einzigste Problem. Alle Eigenschaften, die zuvor noch ein eigen(sinniges) und getrenntes Leben führten, beginnen nun eine sinnvolle Beziehung miteinander, alles aus dem liebevollen Kontext meines wahren Selbst. Dies ist doch eigentlich sehr einleuchtend, nicht wahr? Wenn Du Deine vernachlässigten und verneinten Teile ('Kinder') nicht einmal umarmen kannst, wie ist es dann möglich um andere Menschen zu akzeptieren und lieb zu haben? Durch Dein Ego lieb zu haben, entdeckst Du obendrein denjenigen (diejenige), der lieb hat, derjenige 'der dahinter sitzt' - Ich - die Dimension, aus der die Liebe kommt, Deine bewusst fühlende Aufmerksamkeit, Dein wahres Selbst. Du entdeckst Dein eigenes Wesen. Das ist eines der zutiefst ergreifende Momente: zu entdecken, dass Du tief in Dirselbst Liebe bist. DichSelbst-Sein in Verbundenheit, darauf kommt es an im Leben. Selbst hatte ich mein ganzes Leben dafür nötig gehabt, um mir meiner Angst vor der Welt bewusst zu werden und zu integrieren. Es ist wahrscheinlich meine meist fundamentale Transformation: von Menschenverachter zum Menschenfreund, von 'einem Zarathustra zu Jesus'. Wie oft hatte ich dies schon vermutet; bis ich es endlich in meinem Herzen sehen konnte. In seinem Äußersten zu durchfühlen und durchleben, erst dann ist es wieder ein Teil von Dir. Es macht sich auch physisch bemerkbar. Mit einem tiefen Seufzer, dem Verschwinden vom Nebel aus Deinem Kopf, Krämpfe in Deinem Bauch, die sich wieder auflösen, wird Dein Herz befreit. Vielleicht hatte bei mir die Anregung einer lieben Freundin eine vorbereitende Wirkung gehabt. Sie riet mir, täglich: "Sie lieben mich" zu wiederholen. Tatsächlich war es ein bisher lebenslängliches Problem für mich gewesen, glauben zu können, dass Menschen mich lieb haben. Ferner erkannte ich meine lebenslange Abneigung gegen Schmutz, Verderben und Krankheit. War ich auch darum Arzt für Naturheilkunde geworden? Gesundheitsförderung auf Grund meiner Aversion gegen Krankheit, gegen Mangel und Verfall, Eiter und Blut (von anderen)? Ja, teils ist das so. Eben fühlte ich noch Widerstand. So wollte ich es nicht! Aber ich konnte es nicht mehr aufhalten. Dies war meine Wahrheit: der Weg hatte mich dorthin geführt, wo ich bereits war, nur jetzt mit meinem ganzen Herz. Zum ersten Mal in meinem Leben (....) konnte ich wirklich meine Hände ausstrecken nach meinen Mitmenschen. Die liebevolle Berührung von Krankheit hatte mich geheilt. Liebe ist Erneuerung
erst das wichtigste feststellen If you want to build a ship, don't drum up people to collect wood and don't assign them tasks and work, but rather teach them to long for the endless immensity of the sea" Antoine De Saint-Exupery. French aviator and writer, author of 'The Little Prince', 1900-1944 Vanaf het eerste moment, dat je bewust wordt, gaat er een wereld voor je open. Iets waarnemen zonder tussenkomst van gedachten, emoties en verlangens tilt je uit boven het dagelijks functioneren. De helderheid wordt weerspiegeld in het "object", onafhankelijk van wat het is. Was je daarvoor nog gedomineerd door je sympathieën en antipathieën (neerslag van je verleden/functie van je conditioneringen), opeens bekijk je de wereld met een heel ander oog. Het bewustzijn heeft alles een toegevoegde waarde gegeven. Alles zie je voor de eerste keer. Door je directe blik wordt alles vernieuwd, in plaats van dat jij door je omgeving vernieuwd moet worden. Het doet er dus eigenlijk niet toe wat je ziet. Alles is even fris, zonder uitzondering. Vooral als je in je proces bewust contact met het lichaam hebt gekregen, gaat er opnieuw een dimensie voor je open. Via het lichaam breidt het bewustzijn zich uit in je naaste omgeving, een "horizontale uitbreiding" zogezegd. Omdat het via je lichaam gaat, heeft het contact - naast bewustzijn - ook gevoelskwaliteit gekregen. Breidt het voelend gewaarzijn zich verder uit, dan komen de stoel, de tafel, de vloer, de vaas met bloemen en de kat op een gegeven moment in je verruimde ruimte te liggen. Zij worden de inhoud van jeZelf. Wellicht voor het eerst van je leven, zie (en voel) je de schoonheid van al die kleine dingen om je heen: het gras, de bloemen, de bijen, de geuren in het bos, de wolken en....de stilte. "Komt iets binnen je "eigen" Ruimte te liggen, heb je het lief als jezelf" Omdat de weg tevens via het lichaam gaat, krijgt het laatste een hele nieuwe waardering. "Kijken en voelen" brengt je in contact met de subtiele energieën van het lichaam. Het brengt je plezier, genot en vreugde. Opeens staan allerlei onbekende dimensies voor je open. In het zitten, lopen, fietsen en dansen bijvoorbeeld. Je gaat je lichaam waarderen voor zijn subtiliteit, de gratie, de kracht of de stabiliteit. Dit alles met positieve terugkoppeling op je zelfvertrouwen. "Plotseling" durf je je te kleden zoals je dat zelf het liefste wilt - mijn vader "zat" in de damesconfectie, dus ik heb persoonlijk iets met mooie kleren - je beleving van liefde, erotiek en sex ondergaat een diepgrijpende transformatie etc. Ben je eenmaal "gegrepen" door het Uiteindelijke, dan kan schoonheid tevens de uitdrukking worden van je Wezen. De "Schoonheid van Binnenuit" breidt zich dusdanig uit, dat je de (sterke) behoefte kunt hebben, om alles in je leven hiermee in overeenstemming te brengen. Niet alleen je bewegen en je kleding - ik heb zelf iets met poncho's en "middeleeuwse" kleding bijvoorbeeld - maar ook hoe je je kamer, je huis of je bureau inricht. Onvoorstelbaar eigenlijk, dat christelijke kloosters zo bedompt en saai zijn. Een hele gemeenschap 24 uur per dag "op God" gericht zonder dat dat zijn weerslag heeft op de directe omgeving. Onvoorstelbaar! Mij maakt dat persoonlijk triest. "Ergens" hebben ze het daar toch niet zo goed begrepen. © 1999 Copyright by Han M. Stiekema. Alle Rechte vorbehalten |