
"Sheela-na-gig" von South Tawton, England.
Insgesamt gibt es in England und Irland etwa 150 Exemplare. Auf dem Kontinent (Frankreich)
habe ich selber ein Dutzend gezählt... |
DAS SOZIALE ÜBEL:
ABWESENHEIT VON GEMEINSCHAFT |
 Weise Frau von Maastricht, Niederlande |
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Göttinnen von Parthenay, Frankreich |
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 Weise Frauen von Astorga, Spanien |
Seit Hobbes und Bodin hat man die soziale
Gemeinschaft als Träger von politischer Eigenständigkeit immer weiter abgebrochen. Was
letztendlich übrigblieb war der Staat an der einen Seite und eine unstrukturierte Masse
von Menschen - "das Volk" - an der anderen...... |
 Prinzessin in Zwickau |
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Grüne Frau von Ansbach |
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 Göttin/Weise
Frau von Santiago, Spanien |
Heutzutage sehen wir die Endphase dieses
Prozesses: die endgültige Auflösung des sozialen Körpers. Eine Single-kultur von
entfremdeten Menschen, die nicht einmal in der Lage sind einigermaßen dauerhafte
Beziehungen anzuknüpfen bzw Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen....Die ultime
Degeneration....Sehr zur Zufriedenheit der kapitalistischen Wirtschaft, denn eine Familie
von fünf Personen braucht einen Fernseher, während fünf Singels fünf
brauchen....*
* Deswegen diese Werbung für die Single-kultur
heutzutage.....Der Trend zur endgültigen Desintegration wird also zielbewußt
gesteuert..... |
 Göttin
mit Ihrem Grünen Mann (Stade) |
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Die Göttin mit Ihrem Sohn/Liebhaber (Hamburg) |
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 Diesselbe Göttinnen unterstützen einen christlichen
Heiligen (Skara, Schweden) |
Wir stehen mit dem Rücken gegen die Wand. Denn die
Folgen der Klimakrise sind u.a. Migration, Völkerwanderung und Chaos. Keine Gemeinschaft
mehr um ihre Individuen einigermaßen zu schützen, sogar der Staat kann das nicht mehr
garantieren*. Der Westen gerät dadurch in derselben hoffnungslosen Situation wie man sie
jetzt in Afrika sieht: Umweltkatastrophe, Gewalt, Hungersnöte usw. usw.
* Böse Zunge behaupten, der Staat läßt es absichtlich
so weit kommen, um dann sagen zu können "es droht das endgültige Chaos, jetzt
müßen wir eingreifen" |
 Weise Frau von Canterbury |
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Grüne Frau von Augsburg |
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 Grüne Frauen von Chartres, Frankreich |
Zurückgreifen auf alten Modellen ist eine Illusion,
denn man kann die Menschen nicht zwingen das zu tun wozu sie angeblich nicht im Stande
sind.....Der einzige Ausweg ist zu gucken, ob die heutige Situation neue (unerwartete)
Chancen in sich hat. Um von dort aus neue Formen von sozialer Kohärenz zu finden. Der
Ausgangspunkt ist das Unvermögen zur Gemeinschaft bzw zur (monogamen) Partnerbindung,
Erziehung der Kinder (werden ja in Krippen abgelagert), wegfallen der
Solidarität....Können wir also eine neue Struktur finden, wobei die Menschen sich wohl
fühlen und die zu gleicher Zeit Schutz für die Risiken der Zukunft verspricht? |

Schwarze Madonna von Thuret, Frankreich |
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Noch faszinierender: eine der wenigen "Sheela-na-Gigs" auf
dem europäischen Kontinent: Zutphen, Niederlande
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 Grüne
Göttin von Ulm |
Vor einigen Jahrzehnten sind in Südchina die Mosuo
"entdeckt" worden. Durch intensiven Kontakt mit einem chinesischen Forscher der
dort viele Jahre lebte, habe ich ein ziemlich vollständiges Bild bekommen von der
Lebensweise dieser Menschen. Er verneint, daß die Struktur dieser Gemeinschaft
"matriarchal" ist, obwohl die Frauen überdeutlich eine Schlüßelposition
einnehmen. (Was sie in unserer Gesellschaft in zunehmender Maßen auch schon tun, aber
leider als Protagonisten eines patriarchalen Systems).... |
 Nordische Grüne Frau von Örebro, Schweden |
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 Weise
Frau von Lübeck |
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 "Sheela-na-gig" von Matha, Frankreich |
Bei den Mosuo stehen die Frauen zentral. Sie sind die
Substanz der Gemeinschaft. Letztendliche Entscheidungen werden von der Sippenmutter
getroffen (in Dialog mit dem "Großonkel") während sie den Besitz zugunsten der
Gemeinschaft verwaltet. Nur Frauen haben ein eigenes Zimmer, die Männer teilen sich einen
gemeinsamen Raum bzw Schlafsaal. Letztere haben auch keinen Besitz, außer einem Paar
kleinen persönlichen Sachen. Beziehungen sind auf der Basis von Liebe, meistens sind die
dauerhaft, aber nicht notwendigerweise, wobei die Frau das Recht hat Partner
wegzuschicken. Zusammensein findet statt im Zimmer der Frau, wobei der Mann immer vor
Sonnesaufgang das Zimmer verläßt. Tagsüber ist er zusammen mit seinen Kumpeln. Kinder
gehören zu der Frauengruppe, Vaterschaft ist nicht anerkannt. Männer sind so befreit von
dem monogamen Druck, genießen so viel Freiheit, sorgen aber solidarisch mit einander für
die Gemeinschaft als Ganze. Ein Großonkel hat die Verantwortung für die Erziehung der
Jungen. Frauen arbeiten genauso hart - inklusiv Schwerarbeit auf dem Land - als die
Männer. Das Ergebnis: eine solidarische freudvolle Gemeinschaft, Frauen als der stabile
Faktor, Männer werden dadurch eingebunden, eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit,
Wohlstand und ein hohes Maß an Sicherheit und Schutz nach außen..... |
 Grüne Frau von Batalha, Portugal |
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 Grüne Frau, Salamanca, Spanien |
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 Grüne
Göttin von Bamberg |
Heißt das wir sollten nun alle Mosuo werden? Nein, aber
vielleicht kann es uns zum Nachdenken bringen. Deswegen ging meine Forschung weiter. In
Holland wohnen viele Surinamer und Antillianer. In Gesprächen sagten sie mir, das mit den
Mosuo, das ist uns nicht fremd. Denn viele Millionen von Süd-Amerikanern leben ähnlich.
Es gibt immer die Frau mit ihrer weiblichen Verwandten die zentral steht und einander
unterstützt, mit dazu ein Paar loser männlichen Partner - nicht selten mehr als einen,
die leider oft nicht viel Verantwortung zeigen - und Kinder, wovon sie oft nicht wissen
welchen Vater sie haben. Bis vor kurzem sagten sie mir, haben wir uns immer für unsere
Lebensweise geschämt, denn sie wurde von der Kirche auf das Schärfste verurteilt, aber
jetzt wo wir in Holland leben und sehen, daß die Singles bzw die heutige Alleinerzieher
eigentlich ähnlich leben - auch mit mehreren Partnern, auch mit Kindern von mehreren
Vätern....haben wir unseren Selbstrespekt zurückbekommen..... |
 Frau im Grünen, Mühlhausen |
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 Barocke Grüne Frau, Estella, Spanien |
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 Grüne
Frau, Regensburg |
Wir brauchen die Mosuo nicht zu kopiieren, denn der
Trend in unserer Gesellschaft geht schon in ihrer Richtung.....Der Unterschied: sie
haben es geschafft die positive Seiten auszunutzen, während wir in zunehmender Maßen
daran zu Grunde gehen. Das Problem: es fehlt uns die Eingliederung in eine festen
Struktur. Wenn wir das schaffen, dann könnte das Problem auf einmal in eine Chance
umgewandelt werden. Denn was wird in der (ungewissen) Zukunft gebraucht? Erstens Schutz
für Frauen und Kinder, zweitens Männer die sich für das Ganze einsetzen (Grüne Männer
also....). Mit der heutigen Situation als Ausgangspunkt sind die folgenden Schritte
notwendig..... |
 Weise
Frau mit Krone und zwei "Hörner des Überflußes", Burgos, Spanien |
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 Grüne
Frauen, Osiera, Spanien |
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 Weise
Frau, Frankfurt |
Die erste Bedingung ist, daß Frauen sich
zusammenschließen. Was bei den Mosuo durch Abstammung zusammengehalten wird, soll bei uns
durch Frauenfreundschaft und Solidarität entstehen. Ohne das geht nichts, denn sie sind
die einzigen die die Substanz der Gemeinschaft wiederherstellen können. Wenn sie und ihre
Kinder zusammentun, ist die Basis für eine Sippenstruktur modernen Stils gelegt. Die
zweite Bedingung ist, daß diese Frauen ihre männliche Partner überzeugen von der
Notwendigkeit sich zu solidarisieren um darauf dienstbar an das Ganze zu werden.
Männerfreiheit, Freundschaft und Engagement werden so einander ergänzen. Die
gegenseitige Beziehungen zwischen Frauen und Männer werden unter einander geregelt, mit
selbstverständlich Raum für gleichgeschlechtliche Partnerschaften, wobei allerdings
Mosuo-prinzipien als Frauenverwaltung des Besitzes, die Sippenmutter als die höchste
Instanz usw. unentbehrlich sind. Die Sippen können so mehrere hundert Personen umfassen.
Es ist eine intelligente Antwort auf die zukünftige Unsicherheit..... |
 Freudvolle
Grüne Frau, Leuven, Belgien |
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 Bild in Autobahn Raststätte |
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 Grüne
Göttin/Weise Frau
Puenta de la Reina, Spanien |
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 Hildesheimer
Göttin |
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(Courtesy BIBEL+ORIENT Museum, Fribourg, CH)At
last a Great Sensation! The origin of the Sheela Na Gigs has been found. Sheela's - the
one's that are found on churches in medieval Europe - have been used as a
"warning" by the Church against women and the "sin of sex". Here, for
the first time, it is proven that the former originate from a Middle Eastern MotherGoddess
(Canaan, 1300-1200 BC) |
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